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 Fischkopp´s Bergblog: Unter einer Decke

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Dihydrogenoxid

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Jungfrau Anzahl der Beiträge : 136
Alter : 50

150212
BeitragFischkopp´s Bergblog: Unter einer Decke

„Können wir nicht mal was Aufregendes machen, so mit Farben und Knallen?“ Ein Schüler forderte mich nicht nur ein Mal dazu auf. Ich sagte, dass wir das dann machen, wenn alle schon ein wenig Praxis hinter sich haben.
Heute war es so weit. 4 Gruppen bereiteten ein kleines „Chemisches Kabinettstückchen“ vor. Von Fruchtaroma über „Schlange des Pharao“ und dem „Flambierten Pudding“ hin zum „Pyrophoren Eisen“. Der recht ungeduldige, schnell aber nicht sorgfältig arbeitende Schüler hatte den pinkfarbenen Chemie-Pudding auf der Arbeitsplatte fertig liegen. Seine Gruppenpartnerin hatte ich während der Vorbereitung als in den Hintergrund gedrängt wahrgenommen. Wir zündeten ihn (also, den Pudding) an. Da wir zum Schluss für das selbstentzündliche Eisen nach draußen gehen wollten, sagte ich, dass wir dafür die Flamme löschen müssten. Kaum hatte ich das ausgesprochen, drehte er sich zur Schale um und blies hinein. Natürlich war die Flamme nicht aus. Stattdessen flog ein kleines Stück davon in ein zweites Gefäß, das die Gruppe vorbereitet hatte. Es entstand Hektik in der Schülerschaft, ein Gefäß kippte aus. Der brennende Inhalt ergoss sich über die (feuerfeste) Arbeitsplatte und setzte ein Heft in Brand. Er landete mit einem Handstreich von mir auf dem Boden. Die Baumwolltücher, die zunächst beim Löschen helfen sollten, waren so dünn, dass sie nicht wirklich halfen. Auch sie verbannte ich auf den (gefliesten) Boden, wo sie in Ruhe weiter vor sich hin glösen konnten.
Nachdem wir den Brandherd von allen anderen Sachen isoliert hatten, kam sie zum Einsatz: Die Löschdecke.
Ein riesiges Tuch, das wir ausbreiteten und mit vier Händen gefasst über die Schalen legten (ohne das gesamte Regal auszuräumen). Hey, die blöde Soße (Pudding genannt) zuckte darunter echt weiter. „Es lebt!“ sagte ich. Aber nach drei schwächer werdenden Zuckungen war es aus. Wir lugten vorsichtig darunter. Es war wirklich aus. Keiner war verletzt, alles gut.
Wir räumten auf und er musste alles allein spülen. Er tat es ohne zu murren. Er wusste genau, was er falsch gemacht hatte und ich sagte zu ihm: „Ich wünsche mir, dass Sie daraus eine tiefe Lehre ziehen.“ Es war nämlich genau das Szenario einer Kettenreaktion, das ich zu Beginn des Schuljahres als Beispiel gewählt hatte, um die Folgen unbedachten Handelns zu verdeutlichen.
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